Bücher Veranstaltungen

Meine Frankfurter Buchmesse 2017

Ich gebe es zu – ich liebe die Buchmessen, alle beide. Doch Frankfurt wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, weil es die allererste Buchmesse war, die ich jemals besucht habe. Für mich als Übersetzerin für Unterhaltungsliteratur und Bloggerin ist die FBM ja quasi Pflichtprogramm, denn ich treffe mich hier zum einen mit Verlagen, für die ich bereits arbeite oder gerne arbeiten würden, zum anderen stocke ich meine Bücherwunschliste auf und besuche Veranstaltungen, um darüber zu berichten. Auch meine Übersetzerkollegen kann ich zum Großteil hier treffen, und schon allein dafür würde sich der Messebesuch lohnen.

Und das habe ich in meinen 4 Messetagen (Mittwoch bis Samstag) erlebt:

Gastland war diesmal Frankreich, und die Ausstellung dazu war sehr holzlastig, aber wunderschön.

Apropos Holz: Es gibt offensichtlich einen klaren thematischen Trend in diesem Jahr.

Wo ein Promi auftaucht, bilden sich Menschenmassen. Ob die Leute die jeweilige Person nun kennen oder nicht. (Belauschte Unterhaltung: „Wer ist denn da?“ – „So ein Typ mit Hut, lebt angeblich im Hotel.“)

Übersetzer sind sehr präsent! Am Weltempfang mit ihrem eigenen Programm und bei der Verleihung der Übersetzerbarke. (Hier: VdÜ-Vorsitzende Patricia Klobusiczky und Preisträgerin Maja Pflüger)

Essen ist immer noch ein großes Thema auf der Messe. Überall wird gekocht und probiert. Lecker.

Man lernt nie aus. Ob durch Spruchbanner über den Ständen oder beim Belauschen einer Veranstaltung, während man auf den nächsten Termin wartet. Bei dem Gewürzseminar habe ich so unter anderem erfahren, dass bei scharfem Essen dem Körper „Verbrennung“ signalisiert wird und er deshalb Endorphine gegen den vermuteteten Schmerz ausschüttet. Scharfes Essen macht also glücklich. Zumindest vorübergehend.

Die Messe zieht viele Menschen an.

Beim Kindle Storyteller Award wurden dieses Jahr zwei Geschichten ausgezeichnet, die so gar nicht in den Mainstream passen. Mira Valentins „Der Mitreiser und die Überfliegerin“, ein Coming-of-Age-Roman über einen 18-jährigen jungen Mann, und Toralf Sperschneiders „Kleine Kreise: EGOismen“, das sich auf ungewöhnliche Weise mit dem Thema Suizid befasst.

 

Ich bin bewusst zu Lesungen von mir bis dahin unbekannten Autoren gegangen. Und wurde wie immer nicht enttäuscht. Die zauberhafte Emily Bold hat mich neugierig auf ihren Roman „Der Duft von Pinienkernen“ gemacht, und wie unterhaltsam Andreas Föhr liest, weiß ich erst seit letzter Woche. Autorin Felicity Green war so nett, mir ihre Halloweengeschichte in limitierter Auflage zu schenken.

Für ein bisschen Quatsch mit Kollegen ist immer Zeit.

Bonus:

Wer mich kennt, weiß, dass ich seit vielen Messen versuche, Kai Meyer kennenzulernen. Angeblich war er dieses Jahr da. Wenn ich mir das „Beweisfoto“ allerdings so anschaue … Wer weiß. 😊

Wart ihr auch auf der Messe? Was waren eure Highlights?

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