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Rezension: „Land in Sicht“ von Kristina Steffan

Lotta hasst Veränderungen – zu dumm, dass das Leben jede Menge davon für sie bereithält. Als ihre geliebte Oma stirbt, erbt Lotta zusammen mit ihrer Schwester Lea deren Häuschen auf dem Land. Unter einer Bedingung: Die beiden sollen ein Jahr lang gemeinsam dort wohnen. Dabei verstehen sich die Schwestern eigentlich gar nicht so besonders …

Mit „Land in Sicht“ hat Kristina Steffan perfekte Sommerlektüre geschaffen. Die Geschichte um die Liebesromanübersetzerin Lotta, die zu den anderen Frauen in ihrer Familie ein eher kompliziertes Verhältnis hat, unterhält und berührt. Zu akzeptieren, dass Menschen sind, wie sie sind, ohne das zu bewerten, ist eine der schwierigeren Lektionen im Leben. Lotta darf erkennen, dass viele Dinge nicht schwarz-weiß, sondern auch ein bisschen grau sind. Und dass Grau eine sehr schöne Farbe sein kann.

An Kristina Steffans Roman hat mir besonders der Humor gefallen. Ihr Erzählstil ist witzig, ohne aufdringlich zu sein, ohne reißerische Formulierungen oder gewollt jugendliche Sprache. Mit sympathischem Augenzwinkern beschreibt sie das Dorfleben und lässt die Leser an Lottas emotionaler Achterbahnfahrt teilhaben, ohne in Kitsch oder Rührseligkeit zu verfallen. Am Ende hat man sie alle liebgewonnen: Lotta, Lea, die verrückte Mama, Nachbarin Hildegard und den geheimnisvollen Grafen. Und allein für die Tatsache, dass Lotta beruflich so viel mit mir gemeinsam hat, gibt es noch ein Bonussternchen.

Klare Leseempfehlung!

(~Jeannette)

LandindSichtgedreht

Autorin: Kristina Steffan

Genre: Roman

Verlag: Diana Verlag

Erscheinungsjahr: 2014

ISBN: 978-3453357785

 

 

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