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Rezension: „Schüsse, die von Herzen kommen“ von Janet Evanovich und Lee Goldberg

Zum Inhalt: Es gilt auch weiterhin — Kate O’Hare und Nicolas Fox sind wieder auf Verbrecherjagd für das FBI. 9783442481040_cover_evanovich_goldbergOffiziell ist Nick einer der meistgesuchtesten Verbrecher und Kate die Agentin, die ihn jagt. Tatsächlich arbeiten die beiden jedoch zusammen, um große Fische zu fangen, denen auf legalem Weg nicht beizukommen ist. Dabei können sie aus einem geheimen Fonds des FBI schöpfen und werden von einem Team unterstützt, das sich aus wechselnden „Spezialisten“ zusammensetzt, von denen jedoch keiner ahnt, für wen sie eigentlich arbeiten.

Diesmal sind Kate und Nick hinter dem geldwaschenden Casino-Chef Evan Trace her. Ihr Auftrag führt sie von Hawaii über Las Vegas nach Macau und zurück. Und der Fall wird persönlich …

Meine Meinung: Genau wie bei den Vorgängerbänden liebe ich das Cover, finde den deutschen Titel aber etwas albern. Nun ja. Vermutlich ist das den anderen Büchern von Janet Evanovich geschuldet.

Im sechsten Band der Reihe folgen wir unserem dynamischen Duo und ihren Helfershelfern wieder um die halbe Welt. Wer Autor Lee Goldberg auf Facebook, Twitter oder Instagram folgt, weiß, dass er tatsächlich alle Handlungsorte zu Recherchezwecken aufsucht, und das merkt man den Geschichten auch an. Sie vermitteln viel Lokalkolorit. Nick und Kate sind inzwischen ein eingespieltes Team und reaktivieren alte Verbündete, die wie immer nicht so genau wissen, für wen sie eigentlich arbeiten, aber gerne dazu beitragen wollen, einen Verbrecher zu fangen. Hier gibt es ein Wiedersehen mit Schauspieler Boyd, der seine Kunst so ernst nimmt, dass man jedesmal befürchtet, er riskiere noch die Mission; Technikgenie Tom, den Baumhausbauer; Willie, die auch ohne Führerschein alles fliegen/fahren kann, was Räder oder einen Motor hat, und Opa Jake, Kates Vater, der erst durch die gefährlichen Aufträge seiner Tochter eine richtige Verbindung zu ihr aufzubauen scheint. Auch Jakes alter Kumpel Billy Dee ist als somalischer Pirat mit von der Partie.

Das Tolle an dieser Reihe ist, dass man mitverfolgt, wie das Team bis ins kleinste Detail seine Missionen plant, ähnlich wie bei Mission Impossible. Und dann geht unweigerlich etwas schief, und es wird richtig spannend. Trotzdem bleiben die Fälle frisch und überraschend, nicht zuletzt dank der charismatischen Figuren.

Aber auch auf persönlicher Ebene gibt es Veränderungen, über die ich hier nicht zu viel verraten möchte. Und im Gegensatz zu den Vorgängerbänden erwartet euch in „Schüsse, die von Herzen kommen“ am Ende des Falls kein sauberer Abschluss, sondern eine Überraschung. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Mein Fazit: Wie immer sehr unterhaltsam. Wer eine völlig überzogene Geschichte, originelle Charaktere und komplizierte Pläne und Missionen mag, kommt mit der Reihe und diesem neuen Fall definitiv auf seine Kosten.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

(~Jeannette)

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Autoren: Janet Evanovich und Lee Goldberg

Übersetzerin: Ulrike Laszlo

Originaltitel: „The Scam“

Verlag: Goldmann Verlag

Erscheinungsjahr: 2016

ISBN: 978-3-442-48104-0

 

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